Wenn dein Körper auf Stress reagiert und EFT dir helfen kann

Für viele gehören Stress und innere Anspannung inzwischen zum Alltag. Oft zeigt sich das nicht nur gedanklich, sondern auch körperlich als Unruhe, Druck oder das Gefühl, ständig „unter Strom“ zu stehen. Die Emotional Freedom Technique (EFT) bietet hier eine effektive Möglichkeit diesen Belastungen entgegenzuwirken.

EFT ist eine Klopfmethode, die Elemente aus der Akupressur mit psychologischen Ansätzen verbindet. Während du dich bewusst mit einem belastenden Thema beschäftigst, klopfst du bestimmte Akupressurpunkte am Körper. Dadurch kann sich dein Nervensystem innerhalb kurzer Zeit regulieren.

Was EFT im Körper bewirken kann

Ein Gedanke, eine Erinnerung oder auch nur ein bestimmter Satz kann ausreichen, um eine Stressreaktion auszulösen. Der Körper geht in Anspannung, Stresshormone wie Cortisol werden ausgeschüttet – selbst dann, wenn objektiv keine Bedrohung vorhanden ist.

Das liegt daran, dass dein Nervensystem nicht zwischen „realer“ Gefahr und innerer Bewertung unterscheidet. Es reagiert auf das, was es als bekannt abgespeichert hat.

Beim EFT greifst du genau in diesen Ablauf ein.

Du gehst gedanklich weiter in das Thema rein, unterbrichst aber gleichzeitig über das Klopfen die körperliche Reaktion darauf. Das führt oft dazu, dass die Anspannung nicht mehr in der gleichen Intensität hochgeht wie sonst.

So wendest du EFT konkret an:

  • Identifiziere dein aktuelles Problem: Was beschäftigt dich gerade wirklich? Statt bei einem allgemeinen „Ich bin gestresst“ zu bleiben, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Ist es Druck? Unsicherheit? Ein bestimmter Gedanke oder eine konkrete Situation? Je klarer du das für dich benennen kannst, desto gezielter kannst du damit arbeiten.

  • Bewerte dein Stresslevel auf einer Skala von 0 bis 10:
    Wie intensiv empfindest du deinen Stress? Diese Skala hilft dir, deinen Fortschritt zu messen. 0 bedeutet keinen Stress, 10 ist das Maximum an Stress.

  • Finde einen ruhigen Ort zur Entspannung:
    Suche dir einen Ort, an dem du ungestört bist. Nehme dir einen kurzen Moment, um bei dir anzukommen. Atme tief in den Bauch ein und aus. Ein paar ruhige Atemzüge reichen oft schon aus, um die Aufmerksamkeit nach innen zu lenken.

  • Beginne mit dem Klopfen bestimmter Akupressurpunkte:
    Der erste Punkt befindet sich zwischen dem kleinen Finger und dem Handgelenk, bekannt als „Karate Chop“. Währenddessen verbindest du das Thema mit einer Form von Selbstannahme. Zum Beispiel:
    Auch wenn mich das gerade stresst, ist es okay, wie es ist.
    Oder: Auch wenn ich Angst vor Ablehnung habe, akzeptiere ich mich so, wie ich bin.
    Es geht dabei nicht darum, dich zu überzeugen, sondern eher darum, inneren Widerstand etwas zu reduzieren.

  • Wechsle zu den anderen Akupressurpunkten (siehe Grafiken):
    Anschließend gehst du die weiteren Punkte durch: Augenbraue, seitlich am Auge, unter dem Auge, zwischen Nase und Mund, Kinn, Brustbereich, Rippen und Kopf.
    Während du klopfst, bleibst du gedanklich bei deinem Thema.
    Oft reichen einfache, direkte Formulierungen:
    – dieser Stress
    – diese Anspannung
    – dieses Gefühl

    Hier gilt: nicht „schön formuliert“, sondern passend.

  • Bewerte dein Stresslevel erneut:
    Nachdem du alle Punkte abgeklopft hast, bewerte erneut deinen Stress. Wiederhole den Vorgang so oft, bis du eine deutliche Verbesserung spürst.

  • Integriere positive Affirmationen:
    Wenn du merkst, dass sich dein System etwas beruhigt hat, kannst du den Fokus leicht verändern.
    Statt beim Problem zu bleiben, kannst du nun bewusst neue Gedanken mit aufnehmen:
    Ich finde meinen eigenen Umgang damit.
    Ich gehe Schritt für Schritt.
    Es darf leichter werden.

    Wichtig ist dabei, dass sich diese Sätze für dich stimmig anfühlen.

Was EFT besonders macht

Viele Ansätze setzen entweder beim Denken oder beim Verhalten an. EFT geht einen Schritt weiter und bezieht den Körper direkt mit ein.

Du arbeitest nicht nur gedanklich mit einem Thema, sondern veränderst gleichzeitig die körperliche Reaktion darauf. Gerade bei wiederkehrenden Mustern – wie Selbstzweifeln, Überforderung oder emotionalen Triggern – kann das einen entscheidenden Unterschied machen.

Schlussgedanke

EFT ist kein Werkzeug, das Gefühle einfach „verschwinden lässt“. Es ist eher eine kraftvolle Methode, um Stress und Ängste zu reduzieren und sich selbst mit positiven Gedanken zu stärken

Wenn du dir regelmäßig ein paar Minuten dafür nimmst, kannst du beobachten, wie sich dein Wohlbefinden und deine Lebensqualität nachhaltig verbessern.

Sonnige Grüße deine Annie

Wenn du dir auf deinem Weg Unterstützung wünschst, können wir gerne gemeinsam schauen, ob ein Coaching dich deinem Ziel näherbringt.