Neben dem Schreiben ist Coaching eine meiner großen Leidenschaften. Genauso sehr liebe ich es jedoch, mich kreativ durch Bilder auszudrücken. Lange Zeit schien das für mich allerdings unmöglich.
Als Kind hörte ich schon der Schule den Satz: „Annie, du bist nicht gut genug. Du kannst nicht zeichnen.“ Obwohl viele Jahre vergangen waren, blieb dieser Glaubenssatz erstaunlich lebendig. So lebendig, dass ich mich gar nicht erst traute, einen Stift in die Hand zu nehmen. Und doch gab es da diese leise innere Stimme, die sich nicht zum Schweigen bringen ließ. Irgendwann setzte ich mich einfach hin, nahm ein Blatt Papier und begann, Kreise zu zeichnen. Ohne Plan. Ohne Ziel. Ich beobachtete nur, wie Linien ineinanderflossen und sich nach und nach ein Gesicht darin zeigte.
Für jemanden mit einem hohen Anspruch an sich selbst war das eine ungewohnte Erfahrung. Nicht zu wissen, wie das Ergebnis aussehen würde, und trotzdem weiterzumachen. Mit jedem Bild lernte ich ein Stück mehr, Kontrolle loszulassen, dem eigenen Prozess zu vertrauen und anzunehmen, was gerade entstehen wollte.
Heute entstehen meine Bilder genau auf diese Weise. Manche wirken verspielt, andere abstrakt oder detailreich. Einige erzählen für mich eine klare Geschichte, und andere eben nicht. Und vielleicht ist genau das ihre größte Gemeinsamkeit.
Auch im Coaching geht es selten darum, etwas völlig Neues zu erschaffen. Viel häufiger geht es darum, Schicht für Schicht freizulegen, was längst in uns angelegt ist. Alte Überzeugungen zu hinterfragen, neue Perspektiven zu entdecken und den Mut zu entwickeln, die eigenen Facetten nach und nach sichtbar werden zu lassen.
Die folgenden Werke geben einen kleinen Einblick in meinen kreativen Prozess. Die Galerie wird sich nach und nach weiter füllen – mit neuen Bildern, ihren Geschichten und den Spiritbirds, die daraus entstehen. Jetzt wünsche ich dir erst einmal viel Freude beim Entdecken.
Spiritbirds
Manche Dinge begegnen uns genau dann, wenn wir bereit sind, sie zu sehen. So entstanden auch die Spiritbirds. Jeder von ihnen trägt einen eigenen Namen, eine besondere Bedeutung und eine Geschichte in sich.
Anam
Altirisch · „Seele“
Anam erinnert daran, dass wahre Geborgenheit nicht von einem Ort abhängt, sondern von dem Gefühl, ganz man selbst sein zu dürfen. Er schenkt Schutz, ohne einzuengen, und lädt dazu ein, das Vertrauen in sich selbst wiederzufinden.
Bodhi
Sanskrit – „Erwachen“, „Erkenntnis“
Bodhi hilft uns vertraute Gedanken zu hinterfragen und die Welt mit neuen Augen zu betrachten. Oft beginnt das größte Erwachen nicht im Außen, sondern mit einer ehrlichen Erkenntnis über uns selbst.
Shalem
Hebräisch – „vollständig“, „ganz“, „heil“
Shalem erinnert daran, dass nichts ergänzt werden muss, um wertvoll zu sein. Hinter jedem Makel verbirgt sich eine Geschichte, hinter jeder Narbe eine Erfahrung. Wahre Ganzheit entsteht nicht dadurch, fehlerlos zu werden, sondern indem wir lernen, alle Seiten unseres Wesens anzunehmen.
Aroha
Māori · „Liebe“, „Mitgefühl“ und „tiefe Verbundenheit“
Aroha lädt dazu ein, Fürsorge zu schenken, ohne sich selbst dabei zu verlieren, und zeigt, dass Geborgenheit oft aus kleinen Gesten der Aufmerksamkeit wächst.
Satya
Sanskrit – „Wahrheit“
Satya lädt dazu ein, hinter Masken und Rollen zu blicken. Seine größte Gabe besteht darin, das Wesentliche sichtbar zu machen. Wer Satya begegnet, erkennt oft, dass die wichtigste Wahrheit längst im eigenen Herzen ruht.
Awen begegnet uns in den Momenten, in denen wir den Mut finden, den gewohnten Weg zu verlassen. Er erinnert daran, dass Veränderung nicht erzwungen werden kann. Veränderung geschieht dort, wo wir aufhören, gegen den Fluss des Lebens anzukämpfen und beginnen, ihm zu vertrauen.
Sophia
Altgriechisch – „Weisheit“
Sophia kennt keine schnellen Antworten. Sie erinnert daran, dass Weisheit nicht aus Wissen entsteht, sondern aus Erfahrungen, die unser Herz berührt haben. Manchmal genügt schon ein einziger stiller Moment, um mehr zu verstehen als durch tausend Worte.
Ori
Hebräisch – „Mein Licht“
Ori erinnert daran, dass Antworten nicht von außen kommen müssen. In seiner Mitte liegt ein Licht, das niemals erlischt. Wer innehält und aufmerksam lauscht, entdeckt, dass Orientierung oft dort entsteht, wo wir den Blick nach innen richten.